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Viele Menschen haben sehr gute Ideen für eine App, wissen jedoch nicht wie man das Thema angehen kann. Heute präsentieren wir Ihnen ein Interview mit zwei App Experten, dem Manager der Werbeagentur DeineSeite.at, Herrn Paul Dyrek und seinem Chef Entwickler Mag. Wrona.

In diesem Interview behandeln wir Themen wie:
- Wie funktioniert die Entwicklung einer App?
- Wie viel kostet es, eine App entwickeln zu lassen?
- Praxisbeispiele für die Preise von App Entwicklung
- Wie viel Geld kann man mit einer App verdienen?
- Wo bekomme ich Hilfe bei der Ideenfindung?
- Welche Möglichkeiten gibt es für die Finanzierung einer App Entwicklung?
- Informationen zu Förderungen und Investorensuche
- Technische Aspekte
- App-Trends 2025: KI, Low-Code und mehr
Reporter: Vielen Dank für Ihre Zeit, da bei uns sehr viele Fragen eingelangt sind, wir aber nur begrenzt Zeit haben, schlage ich vor wir fangen gleich an.
Die erste Frage ist wohl auch eine der häufigsten: Wie wird eine App entwickelt?
Paul Dyrek: Gerne. Das stimmt, diese Frage wird oft gestellt. Am Anfang gibt es meistens eine Idee, mit der ein Kunde an uns herantritt. Sehr viele Ideen sind innovativ und einzigartig, aus diesem Grund wird vor dem Erstgespräch eine Geheimhaltungsvereinbarung unterzeichnet. Nach dieser, besprechen wir mit dem Kunden seine Idee, erstellen einen Kostenvoranschlag und anschließend wird ein Vertrag aufgestellt. Zuerst erstellen wir dann ein Design für den Kunden, dieses ist immer individuell und einzigartig. Sobald das Design fertig ist, wird die App programmiert. Nach Abschluss der Arbeiten geht die App in die Alpha Phase in der Sie von unserem Team und anderen freiwilligen Testern getestet wird. Zum Schluss geht die App in die Beta-Phase und in den iTunes und Google Play Store.
R.: Vielen Dank für die Ausführliche Antwort. Nächste Frage: Wie hoch sind die Preise für eine App?
Mag. Wrona: Die Preise hängen direkt mit dem Arbeitsaufwand zusammen. Also je aufwendiger und arbeitsintensiver, desto teurer.
R.: Doch hängen die Preise nicht damit zusammen ob eine Person beabsichtigt mit der Idee sehr viel Geld zu verdienen?
Mag.W.: Nein, selbstverständlich unterstützen wir gerne Personen, welche eine kostenlose gemeinnützige App haben möchten, doch im Endeffekt geht es um die Zeit, die wir bei der Entwicklung der App aufwenden.
R.: Und was kostet eine App bei euch?
Mag. W.: Allgemein kann man es gar nicht sagen. Es gibt Apps, welche wir für 5.000 Euro verkaufen, wie unsere App für Restaurants, oder unsere Kontakt App welche 500 Euro kostet. Die Entwicklung neuer und eigenständiger Apps ist teurer, diese fängt bei ungefähr 7.000 Euro an, nach oben gibt es bekanntlich keine Grenzen.
R.: Nun eine Frage, die Sie wahrscheinlich oft zu hören bekommen: Wie viel Geld kann ich mit einer App verdienen?
P.D.: Verzeihen Sie, dass ich lache! Das stimmt wirklich, diese Frage gehört eindeutig zu den häufigsten, denn viele machen eine App mit der Intention Geld mit einer eigenen App zu verdienen. Die Antwort ähnelt aber der von Mag. Wrona. Es hängt sehr stark von der App ab.
Der Fachmann unterscheidet hier 4 Kategorien:
1. Kostenlose Apps welche sich über "In App Käufe" finanzieren
2. Kostenlose Apps, welche sich durch Werbung finanzieren
3. Kostenpflichtige Apps oder Premium Apps, bei denen man die App kauft und alle Funktionen uneingeschränkt nutzen kann
4. Apps mit einem Abo, bei denen monatlich eine Gebühr verlangt wird
In der Praxis sieht man, dass man das meiste Geld mit innovativen kostenlosen Apps verdienen kann, in welche man strategisch gut platzierte "Inn-App-Käufe" oder Schleichwerbung anbringt.
Wir kennen auch Unternehmen, die sehr effektiv Geofancing zur Werbeschaltung verwenden. Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt.
R.: Und was sind Ihre Erfahrungen im Bezug auf den Umsatz und den Gewinn solcher Apps?
P.D.: Wir kennen Unternehmen. die in den ersten Monaten nichts verdient haben und dann der Umsatz plötzlich auf mehrere tausend Euro monatlich stieg. Andere Unternehmen planen Geschäftspartner von Anfang an ein und erwirtschaften somit gleich im ersten Monat einen Umsatz im 5 stelligen Bereich.

R.: Da ihr bereits sehr viel Erfahrung auf dem Gebiet der App Entwicklung habt war die Frage einer Leserin, ob Ihr Start-Ups auch bei der Ideengestaltung unterstützt?
P.D.: Selbstverständlich. In den meisten Fällen arbeiten wir mit unseren Kunden erst deren Idee richtig aus. Wir sehen nämlich, dass viele Start-Ups etwas verkehrte Vorstellungen von der Realität haben. Wir zeigen ihnen Praxisbeispiele von Unternehmen, welche bereits erfolgreich waren und erklären Ihnen wieso dies der Fall war.
R.: Also gibt es bei euch eine Ideenschmiede?
P.D.: Ja so könnte man es auch nennen. Wir haben zwar keine eigene Abteilung, die nur Ideen ausarbeiten würde, dafür sind wir zu klein. Bei uns macht sich jeder im Team Gedanken um jedes Projekt. So kommen die besten Ideen zustande.
R.: Ein Leser fragte, ob man bei euch Hilfe bei der Plan-Erstellung bekommt?
P.D.: Selbstverständlich. Gerne übernehmen wir auch vollständig die Projektplan-Erstellung.
R.: Ein Leser wollte ein paar Praxisbeispiele, die besser veranschaulichen wie hoch die Preise für eine App sind.
Mag. W.: Sehr gerne. Eine Android App wie ein Partyfinder kostet ungefähr 10.000 Euro für Android. Die Gleiche App für iOS kostet nochmals ca. 8.000 Euro.
Ein Anderes Beispiel ist eine App die GPS Koordinaten verwendet um z.B.: Gruppen von Freunden Treffen zu erleichtern. Diese kostet Hybrid, also für Android und iOS gleichzeitig, fast genau 20.000 Euro.

R.: Danke sehr, ich glaube jetzt können sich unsere Leser ein gutes Bild davon machen. Also gehen wir über zur nächsten Frage: Wie finanziere ich die Entwicklung einer App?
P.D.: Meist über Sponsoren, Förderungen oder Eigenmittel. In seltenen Fällen auch durch Kredite.
R.: Können Sie unseren Lesern erklären wie die Finanzierung einer App Entwicklung durch Förderungen oder Sponsoren funktioniert?
P.D.: Förderungen gibt es in Österreich sehr viele. Wir haben das Glück in einem Land zu leben in dem man vom Staat, vom Bund und von verschiedenen Agenturen viel Geld bekommen kann. Wir empfehlen unseren Kunden immer den Besuch bei einem Förderberater. Wir haben in unserem Netzwerk einen Spezialisten der sich im Bereich Web und Apps auskennt. Die Aufklärung durch ihn ist in den meisten Fällen ausreichend um zu wissen ob eine Förderung möglich ist oder nicht.
Bei den Sponsoren ist es etwas anders. Meistens kennen unsere Kunden selbst ein oder zwei Personen, welche als Sponsor in Frage kommen. Sollte dies nicht der Fall sein, so sind wir auch bereit unseren Kunden bei der Sponsorensuche zu helfen.
R.: Ein Leser fragte sich was zu beachten ist wenn die App fertig ist?
Mag. W.: Testen und noch mehr testen! Daraus bestehen die ersten Wochen nach der Fertigstellung. Eine App ist etwas sehr komplexes. Oft passieren unerwartete Sachen während der Entwicklung, an die keiner im Vorhinein denken konnte. Sobald die App fertig ist, müssen also alle Funktionen mehrmals getestet werden.
R.: Nun gibt es ein paar Fragen an ihren Spezialisten. In Was werden Apps entwickelt?
Mag. W.: Wir setzen auf html5, css, ionic, framework7, shared code, Xamarin, React und Flutter. Zudem programmieren wir in Java und c++, aber auch in typescript, javascript und c#.
Ergänzung zum Interview – App-Trends 2025: KI, Low-Code und mehr
Reporter: Herzlichen Dank für die bisherigen Einblicke! Die App-Welt entwickelt sich ja ständig weiter. Welche neuen Themen und Trends sehen Sie als Experten denn aktuell 2025 auf uns zukommen?
Paul Dyrek: Das ist eine sehr wichtige Frage! Die App-Entwicklung ist ein unglaublich dynamisches Feld. Wenn wir auf 2025 schauen, sehen wir einige ganz klare Trends, die für App-Ideen und deren Umsetzung entscheidend sind.
Ein ganz großes Thema, das sich durch fast alle Bereiche zieht, ist Künstliche Intelligenz, kurz KI. Das ist nicht mehr nur Zukunftsmusik, sondern wird immer mehr zum Standard in modernen Apps.
R.: KI in Apps? Können Sie das etwas genauer erklären? Wo sehen Sie da die konkreten Anwendungsbereiche?
P.D.: Überall! Denken Sie an personalisierte User Experiences. KI kann genutzt werden, um Inhalte, Empfehlungen und sogar die gesamte App-Oberfläche dynamisch an den einzelnen Nutzer anzupassen. Das geht weit über einfache Personalisierung hinaus. KI kann Nutzerverhalten in Echtzeit analysieren und die App-Erfahrung proaktiv optimieren.
Und das betrifft nicht nur große Konzerne. Auch für kleinere Unternehmen und Start-ups wird KI immer zugänglicher. Es gibt mittlerweile viele Cloud-basierte KI-Dienste und Tools, die man relativ einfach in Apps integrieren kann. Denken Sie an intelligente Chatbots für den Kundensupport, KI-gestützte Bilderkennung oder Algorithmen für personalisierte Empfehlungen. Das eröffnet ganz neue Möglichkeiten, auch mit begrenztem Budget innovative Apps zu entwickeln. Zudem wollen viele Start-ups ihre eigene App mit ChatGPT programmieren, andere wiederum erstellen ihre App mit KI.
R.: Das klingt spannend. Gibt es noch weitere Trends, die Sie hervorheben würden?
P.D.: Ja, ein weiterer wichtiger Punkt ist die Effizienz in der Entwicklung. Wir sehen einen starken Trend hin zu Low-Code- und No-Code-Plattformen. Diese ermöglichen es, Apps deutlich schneller und mit weniger Programmieraufwand zu entwickeln.
R.: Low-Code und No-Code? Heißt das, bald kann jeder eine App entwickeln, auch ohne Programmierkenntnisse?
P.D.: In gewisser Weise ja. Wir sehen einen explosionsartigen Anstieg an Anfragen für eine kostenlose App Programmierung. Low-Code-Plattformen erfordern zwar noch ein gewisses technisches Verständnis, aber sie vereinfachen viele Entwicklungsschritte enorm. No-Code-Plattformen gehen sogar noch weiter und erlauben es, Apps komplett visuell zusammenzubauen, ohne eine Zeile Code zu schreiben. Das ist besonders interessant für schnelle Prototypen, einfache Apps oder für Unternehmen, die interne Prozesse digitalisieren wollen.
Wir sehen auch, dass Cross-Plattform-Entwicklung immer wichtiger wird. Frameworks wie Flutter und React Native sind mittlerweile sehr ausgereift und ermöglichen es, Apps für iOS und Android gleichzeitig zu entwickeln, ohne große Kompromisse bei der Performance einzugehen. Das spart Zeit und Kosten und ist gerade für Start-ups oft ein entscheidender Vorteil.
R.: Und wie sieht es mit den technischen Grundlagen aus? Gibt es da auch Neuerungen?
P.D.: Technisch gesehen spielt 5G eine immer größere Rolle. Die schnelleren Mobilfunknetze ermöglichen datenintensivere Apps und neue Anwendungsfälle, besonders im Bereich Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR). Auch Edge Computing, also die Datenverarbeitung direkt am Gerät oder in der Nähe des Nutzers, wird wichtiger, um Latenzzeiten zu reduzieren und die Performance zu verbessern.
Und auch bei der Monetarisierung sehen wir eine Entwicklung. Neben den klassischen Modellen wie In-App-Käufen und Werbung werden alternative Ansätze wie Micro-Monetarisierung oder Blockchain-basierte Modelle interessanter. Es geht darum, faire und nutzerfreundliche Monetarisierungsstrategien zu finden, die langfristigen Erfolg ermöglichen.
R.: Ein wichtiger Aspekt ist ja auch der Datenschutz. Hat sich da in den letzten Jahren etwas verändert, was App-Entwickler beachten müssen?
P.D.: Datenschutz ist und bleibt ein zentrales Thema. Das Bewusstsein der Nutzer für Datenschutz steigt stetig, und auch die gesetzlichen Vorgaben werden immer strenger. Transparenz, Datensparsamkeit und Sicherheit müssen von Anfang an in der App-Entwicklung berücksichtigt werden. Das ist nicht nur eine rechtliche Notwendigkeit, sondern auch ein wichtiger Wettbewerbsvorteil. Nutzer vertrauen Apps, die ihre Daten schützen.
R.: Vielen Dank für diese spannenden Zukunftsausblicke! Das gibt unseren Lesern sicherlich einen guten Überblick über die aktuellen Trends in der App-Entwicklung. Haben Sie noch einen abschließenden Rat für angehende App-Entwickler im Jahr 2025?
P.D.: Ja, mein Rat wäre: Seien Sie mutig, bleiben Sie neugierig und scheuen Sie sich nicht, neue Technologien auszuprobieren! Die App-Welt bietet unglaublich viele Möglichkeiten. Konzentrieren Sie sich auf innovative Ideen, setzen Sie auf Qualität und vergessen Sie nie den Nutzer. Und holen Sie sich professionelle Unterstützung, wenn Sie nicht weiterkommen. Wir von DeineSeite.at stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite!
R.: Vielen Dank für das sehr aufschlussreiche Interview. Sollten Sie liebe Leser noch fragen haben, so stehen Ihnen unsere Experten unter der Nummer +43660 258 73 57 zur Verfügung.
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